Das Ruhrgebiet soll den dritten Schritt gehen. Mit einer globalen “Stadtsaustellung” im Jahre 2020 soll sich das Ruhrgebiet dann präsentieren. Die Austellung soll mehrere Bestandteile enthalten wie Bau-, Wirtschafts -, Technik-, Kultur- und Garten/Landschaftsbauaustellungen. All dies soll auf die vorrangegangenen Erfolge von IBA Emscherpark und Ruhr 2010 aufbauen. So wird es von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) empfohlen. In dieser befinden sich 400 führende Planer , Städtebauer , Wissenschaftler und Fachpolitiker aus dem ganzen Land.Außerdem empfiehlt die DASL ein neues gemeinsames Entwicklungskonzept für eine “neue metropolitane Stadtlandschaft” in ihrem Projekt “Charta Ruhr”. “Charta Ruhr” ist ein Projekt auf Veranlassung der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. “Charta Ruhr” gibt Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Ruhrgebiets und soll zur öffentlichen Diskussion anregen. In einer Jahrestagung findet sich die DASL vom 7. bis 10. Oktober in Dortmund und Essen zusammen , und befasst sich mit allen eingegangenen Anregungend und Vorschlägen. Zum ende es Kulturhauptstadtjahres liegt dann die Endfassung von “Ruhr Charta” vor. Die globale “Stadtaustellung” soll nicht eine traditionelle Weltaustellung werden , sondern neue Antworten auf Klimawandel , Bildungsherrausfoderungen , Migration und Integration , Energie- und Verkehrsfragen sollen gegeben werden. Und damit das geschieht , empfiehlt die DASL, sollen alle Kräfte auf 2020 hin mobilisiert werden. Um den überschuss an Energie vom Ruhrgebiet zu nutzen , empfiehlt die DASL , soll Doppelarbeit vermieden werden und alle Kraft gebündelt werden , um Struktur und Ordnung einzubringen. Ein großes (Vor)-Urteil über das Ruhrgebiet , ist der Mangel an traditioneller Urbanität. Dichte , Zentralität , Überlagerungen von Funktionen – nein das ist das Ruhrgebiet nicht. Die eigentliche Entwicklungsrichtung von Ruhr liegt darin Urban zu werden. Das von “metropole Ruhr” übergreifende Entwicklungsziel soll eine gemeinsame Verständigung schaffen für eine urbanen metropolischen Stadtlandschaft. Die wissenschaftlichen Vorarbeiten sind bereits weit vorrangeschritten , die Praktischen Ansätze überall erkennbar. Der innere Kern ‘urbanisiert’ und die äußeren Räner stärken sich , ein neuer Landschaftstyp wächst herran , vom Wasser her denkend , das Auseinanderbrechen der Stadtgesellschaft Ruhr verhindern. Die DASL empfiehlt ebenfalls , das ohne ein Entschuldungsprogramm durch Bund und Land NRW, keine handlungs- und entwicklunsfähige mit “urbanen fähigkeiten” bestückte “Metropole Ruhr” möglich ist. Sollen die vorherrigen Erfolge nicht aufs Spiel gesetzt werden müssen die kommunalen Haushalte saniert werden. Außerdem benötigt die Metropole Ruhr eine klare Funktionsbeschreibung von innen und außen. Dabei sollte man von den starren Schemata und Kommunalordnungen die zurückführend aufs 19.Jahrhundert sind , abstand nehmen. “Charta Ruhr” enthält außerdem bisher die Empfehlung ein vitales Studienviertel zu schaffen. Beispiele dafür sind :
1. Vitale Universitätsviertel schaffen – die dichteste Hochschullandschaft Europas muss auch eine städtebaulich attraktive Bildungsregion werden!
2. Schulen zu attraktiven Quartiersmittelpunkten umgestalten – Schulen sind Lebensmittelpunkte!
3. Metropole Ruhr mit dem technologisch geringst möglichen CO2-Ausstoß realisieren -
gerade das Ruhrgebiet schafft dafür gute Chancen!
4. Multimodalen Verkehr ermöglichen – den Öffentlichen Nahverkehr systematisch stärken!
5. Energiemetropole der Zukunft werden – wer könnte das besser als das Ruhrgebiet!
6. Masterplan Wissenschaft erstellen – dabei die traditionelle Clusterbildung entlang natur-, ingenieur-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten überwinden!
7. Ein Netzwerk für „advanced urban and metropolitan studies“ schaffen – die vielfältigen Ansätze dazu im Ruhrgebiet bündeln und einen internationalen Schwerpunkt der Metropolen- und Urbanitätsforschung schaffen!
8. Transformationsforschung etablieren – das Ruhrgebiet ist der Transformationsraum schlechthin!
9. Ein globales Kompetenzzentrum für multilinguale Kommunikation schaffen – Öffnung zur Welt mit vielsprachiger Ausbildung!
10. Kreativwirtschaft fördern – in der Kreativwirtschaft liegt die Triebfeder sowohl der kulturellen wie der ökonomischen Entwicklung von Ruhr!
11. Weltkulturerbe als Netzwerk im Ruhrgebiet sichern – über Zollverein hinaus denken!



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